Neuromodulative Verfahren (Stimulationsverfahren)

Dieses Wort bedeutet, dass in den Funktionskreis der Nervenbahnen bzw. Hirnkerne durch Implantation von Elektroden, die mit einem Impulsgenerator (ähnlich Herzschrittmacher) verbunden werden, schädliche Einflüsse in Ihrer Auswirkung gemildert werden oder Regelkreise verändert werden. All diese Verfahren haben den Vorteil, dass keine Zerstörung von Gewebe stattfindet, wie bei den früher üblichen "Verkochungen" und dass die Stimulation wieder rückgängig gemacht werden kann. Erst der Fortschritt der Ableitungstechnik und der Mikroelektronik haben es möglich gemacht, diese Therapien, wie unten geschildert, anzubieten.

Rückenmarksstimulation (Spinal Cord Stimulation, SCS)

Die Rückenmarksstimulation wird erfolgreich bei schweren und anders nicht beherrschbaren Schmerzzuständen, die durch degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule bedingt sind, neuerdings auch bei schwerer Angina pectoris, eingesetzt. Eine Elektrode wird in einem kleinen operativen Eingriff an die Hinterstränge des Rückenmarks geführt. Durch mehrtägige Teststimulation wird festgestellt, ob sich der gewünschte Effekt der Schmerzreduktion einstellt. Ist dies der Fall, werden in einer zweiten Sitzung der Impulsgeber implantiert und die Kabel unter die Haut verlegt.

Vagus Nerv Stimulation (VNS) bei therapieresistenter Depression

Vagus Nerv
Stimulation mit
einer Platin-
drahtelektrode
Vagus Nerv Stimulation mit einer Platindrahtelektrode
Mehr Informationen unter: www.vns-depression.de