ADR: Implantation von künstlichen Bandscheiben

Seit mehr als 10 Jahren sind künstliche Bandscheiben an der Halswirbelsäule etabliert. Der große Vorteil von künstlichen Bandscheiben ist, dass die Beweglichkeit des operierten Segments erhalten bzw. sogar wieder verbessert wird und die Belastung der Nachbarsegmente, die in vielen Fällen nach relativ kurzer Zeit Probleme in den Nachbarhöhen verursachte, dadurch minimiert wird. Es sind mittlerweile verschiedenste Modelle von Bandscheibenprothesen auf dem Markt. Ich implantiere, je nach Befund, klinisch bewährte Prothesen namhafter Hersteller.

Die Operation erfolgt von der linken vorderen Halsseite aus in Vollnarkose. Bei Bedarf kann auch mehr als 1 Segment behandelt werden. Auch individuelle Lösungen mit teils Prothese und teils Platzhalter können realisiert werden.

Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 5 Tage, der Patient trägt für 2 – 4 Wochen einen weichen Halskragen. Volle Beweglichkeit ist nach ca. 4 Wochen, volle Belastbarkeit nach ca. 3 Monaten gegeben. Patienten mit Prothesen sollten einmal jährlich ein Kontrollröntgen erhalten, damit Sitz und Funktion überprüft werden können.

Röntgenbild der
Halswirbelsäule mit
Prothese zwischen
C4/5 und C5/6
rechts:
Schematische Abbil-
dung einer künstlichen
Bandscheibe
links: Röntgenbild der Halswirbelsäule mit Prothese zwischen C4/5 und C5/6, rechts: Schematische Abbildung einer künstlichen Bandscheibe

Röntgenbild und sematische Abbildung einer künstlichen Bandscheibe

 

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