Komplexe Stabilisierungen

Bei einigen wenigen Patienten ist entweder auf Grund einer „echten“, meist angeborenen Instabilität oder in Anbetracht von komplizierten und multiplen Veränderungen wie Instabilität, Einengung des Wirbelkanals und  zusätzlichem Bandscheibenschaden eine minimal  invasive Operation, wie oben geschildert, nicht mehr möglich. Um diesen Patienten zu helfen, sind komplexe Eingriffe mit knöcherner Dekompression und Behebung der Instabilität notwendig. Hierzu müssen kombinierte Techniken angewandt werden, um einerseits eine vollständige Dekompression des Rückenmarkssackes und/oder der Nervenwurzeln UND eine Stabilisierung des erkrankten Wirbelsäulenabschnittes zu erreichen. Viele dieser Patienten sind bereits voroperiert, was die Operation zusätzlich erschwert. Die Indikation zu einem solch komplexen Eingriff kann nur nach gründlicher Untersuchung und nach möglichst exakter Bildgebung erfolgen. Hier sind neben den „üblichen“ Kernspinaufnahmen  spezielle Untersuchungen wie Funktionsröntgen- aufnahmen und eine zusätzliche Computertomographie, ggf. sogar eine lumbale Myelographie ( Kontrastuntersuchung des Nervenwurzelsacks nach Lumbalpunktion) notwendig, um das operative Vorgehen genau planen zu können.

Auch in diesen Fällen kann ich helfen, denn ich arbeite bei diesen komplexen Operationen mit meinem langjährigen Kollegen, Herrn Prof. Dr. Michael A. Scherer, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im Amperklinikum Dachau zusammen. Der Patient wird von uns gemeinsam in Dachau operiert. Meine Patienten profitieren so von der herausragenden Expertise von Prof. Scherer als demjenigen, der die Stabilisierung durchführt und meiner Expertise bei der mikrochirurgischen Dekompression.

Wir legen stets gemeinsam nach intensiver Diskussion der Befunde das operative Vorgehen fest, operieren die Patienten gemeinsam und zur Nachbetreuung kann der Patient sich sowohl an Prof. Scherer als auch an mich wenden. Dieses Konzept hat sich seit Oktober 2011 bei vielen Patienten bewährt und wird auch mit Unterstützung des Amperklinikums Dachau weiterentwickelt.

 

Röntgen  seitlich der LWS nach Spondylodese L4/5 mit ClickX System (Schrauben-Stabsystem)
und TLIF Cage  im Bandscheibenraum ( grüner Pfeil)

 

Röntgen der LWS, neben dem Implantat und dem TLIF Cage (grüner Pfeil) sieht man das Ausmaß der knöchernen Dekompression ( gelbe Pfeile)

CT Bild desselben Patienten  man sieht die eingebrachten Knochenchips im Bandscheibenraum  (gelbe Pfeile) den dekomprimierten Rückenmarkssack ( grüne Pfeile) und die Stangen der Instumentation ( rote Pfeile)

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